Ärztezentrum Hamm Norden
 

 Archiv Termine / Aktuelles aus 2008



Dickdarmkrebs: Risikofaktor Übergewicht

(10.12.08) Übergewicht erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer japanischen Studie mit fast 8000 untersuchten Personen. Aus den Daten zieht der
Studienleiter Yutaka Yamaji von der Universität Tokio den Schluss, dass Abnehmen das Krebsrisiko senkt.

Die Studienteilnehmer haben sich einer Darmspiegelung unterzogen. Ein Gastroenterologe, also ein Facharzt für Verdauungskrankheiten, kann durch die direkte optische Untersuchung der Darmschleimhaut Tumore und deren potenzielle Vorstufen, die Polypen, aufspüren. Die japanischen Mediziner haben ihre Befunde mit dem Körpergewicht der Testpersonen verglichen. Ein Drittel der Testpersonen ist darüber hinaus ein Jahr später erneut auf dieselbe Weise untersucht worden.

Bezogen auf Gewichtsklassen zeigte sich: Je höher der Body Mass Index (BMI) desto häufiger fanden sich Tumoren oder deren Vorstufen. Das Risiko war deutlich gesunken, wenn die
Probanden über ein Jahr an Gewicht verloren hatten. "Auch wenn die Forscher ausdrücklich darauf hinweisen, dass neben der Gewichtsabnahme weitere Faktoren eine Rolle spielen
können, ist doch klar, dass Übergewicht ein vermeidbares Risiko darstellt", erläutert Dr. Elmar Zehnter vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Die Darmspiegelung, die jeder Krankenversicherte ab dem 56. Lebensjahr vorsorglich in Anspruch nehmen kann, ist die beste und sicherste Methode, um Darmkrebs zu verhindern oder zumindest rechtzeitig zu erkennen. Ein frühzeitig erkannter Darmkrebs ist heilbar! Durch die Entfernung von Polypen kann das Risiko einer Erkrankung ganz erheblich gesenkt werden.
Eine Darmspiegelung kann der niedergelassene Gastroenterologe auch kurzfristig durchführen.
(Quelle: www.bng-gastro.de).



Koloskopie: Berliner Akzeptanz-Studie

(26.11.08) Die Darmspiegelung ist das sicherste und beste derzeit verfügbare Verfahren zur Vorbeugung und Früherkennung von Darmkrebs. Eine Berliner Studie zeigt jetzt, dass die Methode entgegen immer noch verbreiteten Bedenken von den Patienten sehr gut akzeptiert wird.

Von Herbst 2006 bis Frühjahr 2008 wurden in 19 Berliner Praxen 12.800 Vorsorge-Koloskopien umfassend dokumentiert. Die Patienten erhielten Fragebögen, die sie nach einer Woche zurück senden sollten. Darin wurde unter anderem die Akzeptanz von Vorbereitung und Durchführung der Darmspiegelung abgefragt. 79 Prozent der Patienten haben die Fragebögen ausgefüllt und abgegeben. 76 Prozent davon
bezeichneten die Koloskopie als gut akzeptabel, 16 Prozent als etwas unangenehm. "Die zurück gemeldete Erfahrung der Patienten dokumentiert, dass mit modernen Darmreinigungsverfahren und hochentwickelten Koloskopie-Geräten so gut wie immer eine problemlose Untersuchung sicher gestellt ist", kommentiert Dr. Rolf Drossel, der an der
gemeinsamen Studie mit Medizinern der Charité in Berlin maßgeblich beteiligt ist.

Die Berliner Studie belegt darüber hinaus die hohe Qualität bei der Durchführung der Darmspiegelung in den Praxen der niedergelassenen Gastroenterologen. Vollständige und gründliche Inspektion (96,8 Prozent) bei hoher Rate an entdeckten Karzinomen (0,6 Prozent) und deren Vorstufen (19,4 Prozent) sowie niedriger Komplikationsrate (0,4 Prozent) konnten nachgewiesen werden.(Quelle: www.bng-gastro.de)



Check-up für die Leber

(18.11.08) Die Deutsche Leberhilfe, die Deutsche Leberstiftung und die Gastro-Liga haben den 20. November 2008 zum
9. Deutschen Lebertag erklärt. Der Berufsverband der
niedergelassenen Gastroenterolgen (bng) schließt sich dem Aktionstag an und ruft zum "Check-up für die Leber" auf.
Die Schätzungen über die Anzahl der Lebererkrankten in Deutschland reichen von drei bis fünf Millionen. Genau kennt niemand diese Zahl, denn die Leber schmerzt nicht. Vier von fünf Betroffenen wissen überhaupt nicht, dass die wichtige Entgiftungsstation ihres Körpers geschädigt ist. Selbst bei den viralen Leberentzündungen haben nur weniger als die Hälfte der
Betroffenen Kenntnis von ihrer oft lebensbedrohlichen Erkrankung.

"Unbemerkte Lebererkrankungen können zu schweren, chronischen Erkrankungen führen", erklärt der bng-Experte Dr. Stefan Mauss. "Wer seine Leberwerte regelmäßig beim Haus- oder Facharzt kontrollieren lässt, sichert seine Chance, dass eventuelle Lebererkrankungen frühzeitig diagnostiziert und dann auch erfolgreich behandelt werden können." Erkrankungen der Leber können viele Ursachen haben. Angeborene  Stoffwechsel-störungen und virale Infektionen gehören ebenso dazu wie Alkohol, Übergewicht und falsche Ernährung, Umweltgifte oder Nebenwirkungen von Medikamenten. "Leberkrankheiten können jeden treffen", betont Dr. Mauss, "deshalb ist die Kontrolle der Leberwerte für jeden wichtig!"
(Quelle: www.bng-gastro.de)

 

10.11.2008

  • 36. Treffen im Rahmen der QUALITÄTSOFFENSIVE GASTROENTEROLOGIE  Thema „Hepatologie in Fallbeispielen" Montag, den 10.11.2008, 20 Uhr (Veranstaltung für Ärzte)


Früherkennung ist eine Erfolgsgeschichte
 

(20.10.08) Ab 50 steigt das Risiko für Darmkrebs deutlich. Eine vorsorgliche Darmspiegelung ist die beste Methode, um sich zu schützen. "Studien belegen, dass 80 Prozent aller Darmkrebs-fälle durch ein konsequentes Screening vermieden werden könnten", erklärt Dr. Franz Josef Heil vom Vorstand des bng.

In einer international viel beachteten Erhebung hat der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) Daten zu den Ergebnissen von 269.000 Darmspiegelungen im Rahmen der Darmkrebs-Vorsorge erfasst und ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Krebs in deutlich früheren Stadien
gefunden wird als bei Betroffenen, die nicht am Screening teilnahmen. Die Heilungschancen waren für diese Patienten wesentlich besser. Bei 20 Prozent der untersuchten Menschen sind darüber hinaus im Zuge der Darmspiegelung Polypen entfernt worden, die als potenzielle Krebsvorstufen ein besonderes Risiko bedeuten. "Mit diesen Daten wird erstmals gezeigt, dass das gesetzlich festgelegte Angebot zur Krebsvorsorge durch eine Darmspiegelung in Deutschland zu einer Senkung der Todesfälle durch Darmkrebs beitragen kann",
betont Dr. Heil.

Die niedergelassenen Gastroenterologen sehen sich auf Grund dieser Daten in der Pflicht, für eine größere Akzeptanz der immer noch zu wenig genutzten Vorsorgemöglichkeit einer Darmspiegelung in der Bevölkerung zu werben. Der Berufsverband hat deshalb unter dem Motto "Ich geh' da hin!" eine Aufklärungskampagne gestartet, um einen wirkungsvollen Beitrag zur Eindämmung dieser Krebsform zu leisten.

(Quelle: www.bng-gastro.de)

08.09.2008

  • 35. Treffen im Rahmen der QUALITÄTSOFFENSIVE GASTROENTEROLOGIE  Thema „Gallensteine" Montag, den 08.09.2008, 20 Uhr (Veranstaltung für Ärzte)

Morbus Crohn: 13 Monate bis zur Erstdiagnose

(21.07.08) Patienten, die an einer chronischen Darmentzündung vom Typ Morbus Crohn erkrankt sind, müssen oft länger als ein Jahr bis zur Stellung der richtigen Diagnose in Kauf nehmen. Eine unbefriedigende Situation, findet der bng-Experte Dr. Bernd Bokemeyer.

Dr. Jörg Albert von der Uniklinik Halle (Saale) hat in einer bundesweit ersten Befragung über das Internet herausgefunden, dass vom Auftreten der ersten Symptome bis zur korrekten Diagnosestellung bei der Hälfte aller Patienten mit einer Morbus Crohn-Erkrankung mindestens 13 Monate vergehen. Mehrmalige Arztkontakte und auch Krankenhausaufenthalte prägen diesen Zeitraum. 65 Prozent der befragten Patienten waren für mehrere Tage arbeitsunfähig, die Hälfte davon 14 Tage oder länger.

"Morbus Crohn", so der Mitautor der Studie, Dr. Bernd Bokemeyer, "gehört zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), deren Ursachen weitgehend unverstanden sind und die nur in ihrem Verlauf beeinflusst, nicht aber geheilt werden können." Aus einer bng-Erhebung zur subjektiven Befindlichkeit geht hervor, dass die Patienten nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und in anderen Bereichen des täglichen Lebens beeinträchtigt sind.

"Wenn die Erkrankung einmal erkannt ist", so Dr. Bokemeyer, "kann in gastroenterologischen Facharztpraxen eine adäquate medikamentöse Therapie erfolgen." Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) engagiert sich seit Jahren für eine Verbesserung der Versorgungssituation von CED-Patienten. Gemeinsam mit der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) hat der Verband die vorliegende Untersuchung durch die Vermittlung von Patientenkontakten unterstützt.
(Quelle: www.bng-gastro.de)


 

18.06.2008

  • ABI-Messung - Ankle Brachial Index -
    Fortbildungsveranstaltung für Arzthelfer/innen (Dr. Jürgen Wortmann)

Europaweite Initiative gegen Hepatitis B

(02.06.08) Angesichts von mehr als 500.000 Menschen, die in Deutschland an Hepatitis B erkrankt sind, begrüßt der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), dass nun auch auf politischer Ebene Initiativen in Gang kommen, um europaweit und koordiniert gegen diese Infektionserkrankung vorzugehen.

Die vorliegenden Empfehlungen zum Umgang mit Hepatitis B fordern neben Aufklärung und Vorbeugung die Einhaltung von Behandlungsrichtlinien. "Es geht darum, Infektionen zu vermeiden und die Lebensqualität von erkrankten Menschen zu verbessern", erklärt der bng-Experte Dr. Stefan Mauss. Das klappt nur, wenn ganz Europa an einem Strang zieht, denn die Viren machen an keiner Grenze halt.

Der Europaabgeordnete und Arzt Dr. Thomas Ulmer wird in dieser Woche die Empfehlungen einer europäischen Expertengruppe für einen besseren Umgang mit Hepatitis B im Bundestag vorstellen. "Wir hoffen, dass dieses Anliegen bei den Bundestagsabgeordneten Unterstützung findet", so Dr. Mauss, "damit die Ausbreitung der Krankheit gestoppt werden kann."

Eine unbehandelte Hepatitis B führt zu einer chronischen Leberentzündung. Prof. Dr. Michael Manns, der Vorsitzende der Deutschen Leberstiftung, verdeutlichte die Folgen im Vorfeld der Bundestagsinitiative mit drastischen Worten: "Das Lebergewebe wird dabei zerstört und die Leistungsfähigkeit des wichtigen Entgiftungsfilters verringert sich enorm. Bildet sich in der Folge Leberkrebs, wird das Organ zerfressen. Bei sehr schwerem Verlauf kann nur noch eine Lebertransplantation helfen. Frühe Diagnose und Behandlung der chronischen Virushepatitis sind daher von größter Bedeutung." (Quelle: www.bng-gastro.de)


19.05.2008

  • 34. Treffen im Rahmen der QUALITÄTSOFFENSIVE GASTROENTEROLOGIE  Thema „Kapselendoskopie 2008 am Beispiel der familären adenomatösen Polypose" Montag, den 19.05.2008, 20 Uhr (Veranstaltung für Ärzte)

14.05.2008

  • ABI-Messung - Ankle Brachial Index -
    Fortbildungsveranstaltung für Arzthelfer/innen (Dr. Jürgen Wortmann)

28.04.2008

  • Vor wenigen Tagen wurde Tenofovir (Viread ®) zur Behandlung der chronischen Hepatitis B Virusinfektion zugelassen. Dieses erleichtert nochmals die Therapie der Infektion, insbesondere bei schon bestehenden Resistenzen.